Interview: Erik Knutzen

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13 Responses to “Interview: Erik Knutzen”

  1. GlenBlank says:

    agriculture especially in SoCal is dependent on artificial irrigation

    Not entirely. Back before the Los Angeles Aqueduct was built, the southern half of the San Fernando Valley was one huge hundred-square-mile wheat farm. Exported hundreds of tons annually. The area I live in, near the Tujunga Wash, was an orchard-farming community where people grew peaches, plums, apricots, and walnuts.

    All with no irrigation of any sort; just the local rainfall. (Not even diversion of local surface runoff, which legally belonged to the city of LA.)

    The city of Los Angeles itself was founded as an agricultural settlement, an assistencia to supplement the efforts of the native neophytes at the nearby San Gabriel Mission. Irrigation was just simple open ditches diverting water from the local river.

    The San Fernando Mission, at the northern tip of the San Fernando Valley, got their water from a nearby artesian well field. They grew watermelons, pumpkins, lima beans, oranges, lemons, strawberries, olives, and so on.

    Southern California was widely regarded as an agricultural paradise long before the coming of the aqueduct. Commercial farming – growing enough for export – requires some irrigation, but subsistence farming can be managed with local rainfall and very modest diversions of local runoff.

    LA can’t support the massive urban population it currently has without imported water, especially the apartment-block and condo dwellers (who laughably pride themselves on their “minimal eco footprint”, as though all the farms and roads and trucks and the centralized power, gas, water, and sewage systems that make their tiny-box lifestyles possible don’t count).

    But those who have land, even small parcels, can support themselves – and likely a few neighbors, too.

    If they know how.

  2. rebdav says:

    When the depression finally descends and the money is worthless it will be homesteaders like this that will help people afford and grow nutritious food, not some handout from the bankrupt state or feds. They are also the seed stocks that can be used to quickly cover a whole city into backyard farms. The biggest issue will be keeping the public water supply flowing since agriculture especially in SoCal is dependent on artificial irrigation. It will be great to see people find out that food comes from plants and animals not the supermarket.
    Farming is socialism from the earth and sun, it does not discriminate, it builds communities and families.

    • Ito Kagehisa says:

      Perhaps the money is already worthless, perhaps it always was worthless, but we’ve all agreed to pretend it has worth? As long as we all share the same delusion of value, we can still buy things from each other and pay our mortgages.

      Your point is valid anyway. If the agreements break down, and one day nobody will take the money any more, then people will start keeping chickens in city apartments again.

    • CSBD says:

      I hope you are right about them being able to help people grow food. I would be more concerned with people who cant grow food helping themselves to everything in the urban homesteaders stash.

  3. Anonymous says:

    i18n ftw, here’s a german translation of the interview by .~.

    avi solomon: wie hat euer abenteuer, als selbstversorger in der stadt zu leben, angefangen?

    erik knutzen: ich habe immer schon gerne alle möglichen sachen gebaut und erforscht, wie alles funktioniert. dabei habe ich viele stunden in der öffentlichen bücherei von los angeles verbracht – bei den regalen mit den sachbüchern und anleitungen. kelly hat sich immer schon dafür interessiert, in der stadt zu überleben und nahrungsmittel zu sammeln. aber richtig angefangen hat alles mit unserer suche nach einer anständigen tomate. kelly und ich haben in einem apartment gewohnt und wir fingen an, auf der veranda tomaten zu züchten. wir waren erstaunt, wie gut das funktionierte. 1998 haben wir dann ein haus gekauft und hatten dann etwas platz zum experimentieren, also fingen wir an, mehr gemüse und kräuter zu züchten. mit der zeit haben wir immer mehr techniken in unseren werkzeugkasten aufgenommen: kompostieren, grauwasser im garten verwenden, hühner, bienen und so weiter. man kann das immer weiter fortführen – das abenteuer hört wirklich nie auf.

    avi: was motiviert euch, dabei als autoren anderen menschen helfen zu wollen?

    erik: alle unsere projekte, über die wir in unseren büchern schreiben, sind sachen zum anfassen, ganz praktische arbeiten im haushalt, die jeder machen kann. gemüseanbau, zutaten und speisen haltbar machen und kochen mit frischen zutaten eignen sich auch, bekanntschaften und gemeinschaftsgefühl in der nachbarschaft zu fördern. als nachbarn können wir miteinander essen, voneinander lernen, wie man brot backt oder mal gegenseitig auf unsere hühner aufpassen. das schafft bindungen in einer ansonsten eher kleinzelligen gesellschaft. das geht ganz nach dem zweiten hermetische prinzip “wie innen, so außen”. was wir im privatleben und in unserem haushalt tun, dringt nach außen. indem wir unsere nachbarschaft verändern, verändern wir die welt. wir hoffen, mit unserem schreiben, zeigen und anleiten unsere innere welt in die wirklichkeit zu bringen, in der wir leben. und auf jeden fall lernen wir durch diese arbeit viele fantastische leute kennen. manchen bringen wir etwas bei, von anderen können wir selber etwas lernen, und meistens lernen wir alle von einander. dies alles ergibt eine art zu leben, die uns tief befriedigt.

    avi: wie hat sich eure lebensqualität verändert, seit ihr einen teil eurer nahrungsmittel selber herstellt?

    erik: ich liebe es, teil einer gemeinschaft von menschen zu sein, die sich für den anbau von nahrungsmitteln interessieren. ich kann nicht oft genug betonen, wie viele wundervolle menschen ich seitdem kennen gelernt habe. der nutzgarten hat mir auch die wunder der natur näher gebracht. und es ist erstaunlich, wie viel du in deinem garten lernen kannst. man wird auf eine gewisse art bescheiden, wenn man merkt, dass man die vielen symbiotischen beziehungen in der natur gar nicht alle erfassen kann. und doch ist gerade dieses geflecht von beziehungen der natürlichen systeme, die kelly und mich anspornen und unsere leben noch viele jahre sehr bereichern werden.

    avi: wie kam es dazu, dass ihr mit hühnern und eiern angefangen habt?

    erik: kelly wollte unbedingt legehennen haben, weil sie so gerne eier isst und die produktionsmethoden der ernährungsindustrie nicht mag. und als wir dann verstanden hatten, dass “freilandhaltung” und “bodenhaltung” nicht bedeutet, dass die hühner glücklich auf einem sonnigen hof leben, haben wir uns aus büchern schlau gemacht. hühnerhaltung ist überhaupt nicht schwierig, eigentlich sogar einfacher, als einen hund zu halten. am schwierigsten ist vielleicht, sich einen praktischen stall zu bauen, der räuber wie den waschbär fernhält und verhindert, dass die hühner wild im garten umherlaufen.

    avi: und wie habt ihr mit der bienenhaltung angefangen?

    erik: all mein wissen über die bienen verdanke ich kirk anderson von den backwards beekeepers. kirk ist ein fantastischer kerl, er ist einer der wenigen, die ohne eingriff in die natürlichen mechanismen des bienenstaates arbeitet. wir sollten das in allen lebensbereichen so versuchen und uns eingestehen, dass wir über die meisten zusammenhänge in der welt viel zu wenig wissen. kirk hat uns beigebracht, wilde bienenschwärme einzufangen, die auf sich selbst gestellt alle die widrigkeiten überlebt haben, mit denen die konventionelle bienenhaltung in den letzten jahren zu kämpfen hatte. im prinzip halten sich unsere bienen selbst, die wissen besser als wir, wie sie zurechtkommen.

    avi: und euer eigenes bier, wie kam es dazu, dass ihr selbst braut?

    erik: ich habe einen teuren kurs in einer örtlichen kleinbrauerei besucht. dann habe ich viel gelesen. bier brauen ist weniger umständlich, als viele menschen denken. und in der letzten zeit habe ich viele erfahrene bierbrauer kennen gelernt. wir tauschen unser wissen und werkzeug miteinander aus.

    avi: die gemeinschaft, von der ihr sprecht, was sind das für menschen? wohnen die bei euch in der gegend, oder findet das alles im internet statt?

    erik: eigentlich beides. los angeles ist ein sehr guter ort, um sich in der stadt selbst zu versorgen. hier wohnen menschen aus der ganzen welt und das klima ist sehr gut geeignet. wir konnten hier schon viele großartige menschen treffen und haben viele ganz reale beziehungen aufbauen können. um unser blog herum ist eine wunderbare virtuelle gemeinschaft entstanden. auf eine gewisse weise mag ich das bloggen viel lieber, als das bücher schreiben. die reaktionen, die unsere leser in den kommentaren hinterlassen, mag ich sehr. solche virtuellen gruppen mit gemeinsamem interesse an einem spannenden thema haben in unserem fall zu vielen freundschaften im richtigen leben geführt.

    avi: wie wichtig ist es, taktvoll mit den nachbarn umzugehen? hilft es, in der nachbarschaft zum beispiel eier und tomaten abzugeben?

    erik: wenn du nicht gut mit deinen nachbarn auskommst, geht es nicht. lächerliche gesetze bestimmungen haben sich über die jahre angehäuft wie seepocken an einem vernachlässigten schiff. zum beispiel darf man in los angeles im garten gemüse anbauen und verkaufen – nicht aber nüsse und blumen. mit einigen freunden und nachbarn zusammen ist es uns gelungen, dieses gesetz zu ändern. wenn du dich von den gesetzen deiner kommune unterdrückt fühlst, dann ändere sie! unsere einstellung ist aber eher, dass es einfacher ist, um verzeihung zu bitten, als um eine genehmigung. so lange du dich mit deinen nachbarn gut verstehst und die früchte deiner arbeit nicht allein für dich behältst, ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass dich jemand für deine gartenarbeit mit längst vergessenen bestimmungen bestraft.

    avi: was ist der wichtigste hinweis, den du einem anfänger geben würdest?

    erik: fange klein an, sei beständig und habe geduld. es gibt eine menge zu lernen, wenn man zum beispiel gemüse züchtet. du wirst diese dinge nie wirklich beherrschen, denn die natur schmeißt dich immer mal wieder aus der kurve. aber selbst wenn du scheiterst, wirst du eine menge spaß haben, wenn du mit deinen freunden beim selbst gebrauten bier sitzend über die rückschläge in euren gärten schimpfen wirst.

  4. oddboyout says:

    I’m surprised you didn’t discuss their fight to get the “Urban Homestead” trademark canceled!

  5. Anonymous says:

    @oddboyout BB has already covered the “Urban Homestead” trademark affair here:
    http://boingboing.net/2011/02/21/eff-takes-on-tradema.html

  6. designmine says:

    I think you may be thinking of the Dervaes family.
    Previously on Boing Boing:

    Pasadena family enforces its trademark of the term “Urban Homestead”
    http://boingboing.net/2011/02/17/pasadena-family-enfo.html

    EFF is representing publisher of Urban Homestead book against Dervaes Institute trademark claim
    http://boingboing.net/2011/02/18/eff-is-representing.html

    Urban farming family who trademarked “Urban Homesteading” accused of plagiarism
    http://boingboing.net/2011/03/04/urban-farming-family.html

    OC Weekly: “Dervaes family sends out ridiculous press release claiming they’re not trying to shut up urban homesteaders
    http://boingboing.net/2011/02/18/oc-weekly-dervaes-fa.html

  7. Anonymous says:

    Winter wheat grows well without any irrigation here in So. Cal. I usually sow a few of my raised beds with it in the late fall
    (broadcast by hand), then let the chickens get into it (they looooove to harvest fresh wheat) in the early spring.

  8. Homegrown Evolution says:

    GlenBlank,

    Erik here–agreed. I’ve been keeping a list of things I’ve grown here in LA with winter rains alone: pomegranate, cardoon, prickly pear cactus, tomatoes, fennel, misc. greens etc. I’m going to try Sonora wheat this winter.

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